17.09.2017 Zweiter Tag
Wir starten in Gunzenhausen. Es ist Regen angekündigt. Wir werden jedoch verschont. Zwischendurch sieht man Wolken, weiter weg scheint es ich zu regnen, bei uns scheint die Sonne. So kann es gern bleiben! Wir kommen gut voran, Spielberg, das erste Etappenziel ist schnell erreicht. Wir besichtigen die Burg.
Es geht nach Wolfsbronn. Dort gibt es eine Wirtschaft. So weit so gut. Dort bekommen wir auch Essen und Bier, nur Betten gibt es leider nicht.
Eigentlich wäre hier schon die erste Übernachtung. Wir fühlen uns aber so frisch und kräftig, dass wir weiter laufen möchten.
Die nächste Ortschaft, Auernheim ist acht Kilometer entfernt. Das schaffen wir vor Sonnenuntergang nicht mehr. Frau Simon die Pensionswirtin in Auernheim ist aber sehr nett und vielleicht auch an Chaoten gewöhnt. Sie lässt uns abholen.
Total super. Und das Zimmer ist auch toll.
Die Gaststätte Weberndorfer wird uns zum Essen empfohlen. Zu Recht, das Essen ist gut. Das Bier noch mehr. Als wir ankommen ist die Hütte voll. Ein regionaler Porscheclub ist eingefallen. Nette Leute, die uns sofort an zwei letzte freie Stühle winken.
Wir quatschen über Autos und man fragt uns warum wir nicht auch eins benutzen.Auf dem Hof stehen welche, dafür bekäme man auch ein schickes Häuschen. Die Porschefahrer düsen schließlich ab. Wir sind allein unter Franken...
Auf dem Dorf gibt's keine Geheimnisse. Nach vier Bier gehören wir dazu. Wir sprechen über Politik, wir erfahren viel über die Region und die Leute.
Wir erzählen von unserer Wanderung und von anderen Urlauben.
Ein paar Bier später wird über Freundschaft philosophiert. Wir erfahren das Alois den Jakobsweg gelaufen ist und dabei alles falsch gemacht hat. Immer nur weiter gemusst hat er. Seine Begleiterin, eine deutlich jüngere Frau hat ihm das übel genommen. Die Wirtin erzählt uns wir man sich im Dorf das Maul zerrissen hat. Alois Frau blieb ja zu Hause. Um Sex ging es dem Alois aber gar nicht. Er hat ja Diabetes und schnackselt gar nicht mehr.
Im Laufe mehrerer Bier geben wir gerne Ratschläge. Lebenshilfe für umsonst. Zwischendurch kommt Fritz mit lecker Schnäppschen. Fritz ist der Schwager der Chefin. Oder der Bruder? Wir auch immer. Fritz ist so breit wie hoch, sein Auto soll voller Schokoriegelpapier sein. Bierchen trinkt er auch gern. Hat ja kein Weib und muss nicht drauf achten.
Kroatien wird uns als Urlaubsziel empfohlen. Auch zum Campen. Hans war dort. Hans spricht englisch wenn er betrunken ist. Der Wirt, Heinz, will nicht im Zelt liegen. Lieber Hotel. Er hat in Kroatien das erste mal das Meer gesehen. Hans hat es ihm damals gezeigt. Und Hans nießt immer mindestens zwölf Mal. Wir haben alle mitgezählt. Weil Fritz das ankündigte. Beim ersten Nießer.
Einiges habe ich vielleicht vergessen.
Die Chefin verabschiedet uns schließlich mit Umarmung. Und mit zwei Wegebier. Ich glaube wir haben das Dorf gerettet.
Zurück bei Frau Simon geht's in die Heia. Carsten hat so eine Art Fallsicherung. Sobald er diagonal liegt schnarcht er.






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