19.09.2017 Es knirscht etwas.

Wenn ich aufstehe und losstürme. Geht bestimmt morgen besser. Wir sind noch in der Trainingsphase. Morgen sind wir durchtrainiert.
Frühstück in Treuchtlingen war toll. Passend zum wirklich schönen Hotel. Auf der Strecke begegnen wir jetzt ab und an auch anderen Wanderern. 
Die anderen sind aber alles alte Männer. 

Gaststätten haben hier häufig zu. Urlaub, Ruhetag oder andere Ausreden. 


Die haben erst morgen Ruhetag. Glück gehabt. Wir kriegen eine echt leckere Brotzeit.
Von anderen Wanderern erfahren wir, es ist heute nur noch eine Stunde zu laufen. Bin ich jetzt nicht traurig drum.
Etwas später am Berg gibt das rechte Knie Rückmeldung. Ich sei zu fett und überhaupt wir laufen viel zu viel bergauf.

Carsten hofft, die Knie halten noch ein bisschen. Er sei aus dem Auenland und könne mir nicht helfen. Kann mir nur seine Gummibärchen da lassen.
Okay, jammern hilft nicht, also ignoriere ich. Knie Rechts, wird auch gleich wieder still.
Wir laufen in Solnhofen im Regen ein. Das im Reiseführer von 2013 angepriesene Hotel hat genau wie die Pension dicht gemacht. Aber man ist freundlich und gibt uns andere Telefonnummern. Wir stehen am Ortseingang im Regen und machen ein Zimmer klar. Wir wohnen bei Waltraut. Sie hat noch etwas Platz für uns gelassen. Das viel ihr glaube ich schwer. Die Wohnung sieht, soweit man das vom Eingang sieht, ein klein wenig nach Messi aus... Aber es regnet. Und die Füße tun weh.





Abendessen gibt's in der Alten Schule. Wirklich gutes Abendessen. Ich habe ein Schweineschnitzel mit Pommes. Carsten nimmt die Schinkenplatte. Auch richtig lecker. Ich darf helfen. 


Das Publikum ist sehr überschaubar. 
Die scheinen sich auch alle zu kennen. Mit uns spricht niemand. Einige kommen mit importierten Frauen aus Richtung Osten. 
Der Joschl ( Der Name wurde von der Redaktion geändert.) nicht. Joschls Freundin, die Gertrud ist 20-25. Joschl eher doppelt so alt. Und sie kommt von hier. Das merken wir nicht nur an der Figur, die die gute fränkische Küche widerspiegelt. Nein, das merken wir weil Gertruds Mama um 20:00 Uhr reinschneit und die Gertrud dran erinnert, das sie morgen früh aufstehen muss. So ist auch Dorf.
Zum Nachtisch gibt's noch ein Eis. Das kann nie verkehrt sein.

 
Vielleicht wird's morgen besser.



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