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Es werden Posts vom September, 2017 angezeigt.

22.09.2017 Ein Dorf, zwei Bahnhöfe.

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Die Bahnlinie endet hier in Eichstätt. Wenn wir weiterlaufen oder fahren wird es kompliziert. Gestern Abend haben wir noch lange beratschlagt und sind schließlich überein gekommen. Heute erstmal frühstücken! Weiß nicht, warum meine Liebste uns Chaoten schimpft. Wie auch immer. Wir frühstücken und entscheiden uns erst einmal zurück nach Gunzenhausen zu fahren. Ich gucke in der Bahnapp wann der Zug fährt. Wir laufen Richtung Bahnhof, sind eine Dreiviertelstunde zu früh und bummeln noch durch die Geschäfte. Abfahrt wäre gegen 10:45 Uhr. Gleis 2. Um 10:35 Uhr stellen wir fest, es gibt hier nur Gleis 1. Eichstätt hat tatsächlich zwei Bahnhöfe! Unglaublich. Naja, den ersten Zug haben wir also verpasst. Der nächste kommt eine Stunde später. Eine Stunde ist ne Menge Zeit, meint der Carsten. Da kann man ja mal eben schon zum nächsten Bahnhof vorlaufen. Google Maps meint das dauert 30 Minuten. Ich bin skeptisch, lasse mich aber die überreden. Google meint links rechts links, geradeaus. Schon sin...

21.09.2017 Auf nach Eichstätt

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Die Sonne scheint, wir wandern los. Männer, die auf Schafe starren. Vorsicht freilaufende Hühner. Achtung freilaufende Ziegen... Pause, Füße hoch. Wird Zeit für ein Bier. Vorsicht freilaufende..., nee, der ist aus Plastik. Hier kann man Fossilen aus dem Fels klopfen. Oder einfach ein Bier trinken. Nun ratet mal... Hier wohnen wir heute. Ganz okay. Essen finden wir in der Trompete, in Eichstätt. Ich werde heute satt.

20.09.2017 Kanu

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Entweder hat es um Punkt sechs Uhr im Dorf gebrannt und alle wurden zur Eimerkette gerufen oder hier müssen alle aufstehen wenn der Pastor ausgeschlafen ist. Auf jeden Fall haben die Glocken Alarm geschlagen. Und das wo ich gerade dabei war das Kikeriki zu ignorieren. Egal, die Nachbarn waren dann auf jeden Fall wach. Seit sieben Uhr schmeißen sie Steine in Schubkarren, kratzen mit der Schaufel über den Asphalt und unterhalten sich lautstark. Fleißige Menschen hier auf dem Land. Ich bin mir sicher, Gertrud hat auch nicht verschlafen. Verabschiedung durch die Wachmannschaft. Vorgestern in Treuchtlingen, hatte sich als ich in der Sauna war, eine Biene in meiner Badehose versteckt. Beim Anziehen stach sie mich ins Knie. Ich bin froh, dass es das Knie war. Naja, das hat sich trotzdem entzündet. War heute morgen beim Doktor. Der meinte ich soll mal einen Tag nicht wandern. Drum fahren wir heute Boot. Reiher und Eisvogel haben wir auch getroffen. Baloo war mit dre...

19.09.2017 Es knirscht etwas.

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Wenn ich aufstehe und losstürme. Geht bestimmt morgen besser. Wir sind noch in der Trainingsphase. Morgen sind wir durchtrainiert. Frühstück in Treuchtlingen war toll. Passend zum wirklich schönen Hotel. Auf der Strecke begegnen wir jetzt ab und an auch anderen Wanderern.  Die anderen sind aber alles alte Männer.  Gaststätten haben hier häufig zu. Urlaub, Ruhetag oder andere Ausreden.  Die haben erst morgen Ruhetag. Glück gehabt. Wir kriegen eine echt leckere Brotzeit. Von anderen Wanderern erfahren wir, es ist heute nur noch eine Stunde zu laufen. Bin ich jetzt nicht traurig drum. Etwas später am Berg gibt das rechte Knie Rückmeldung. Ich sei zu fett und überhaupt wir laufen viel zu viel bergauf. Carsten hofft, die Knie halten noch ein bisschen. Er sei aus dem Auenland und könne mir nicht helfen. Kann mir nur seine Gummibärchen da lassen. Okay, jammern hilft nicht, also ignoriere ich. Knie Rechts, wird auch gleich wieder still. Wir laufen in Solnhofen im Regen ein. Das i...

18.09.2017 Wir haben Hüfte. Und Füße.

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Um halb acht gibt's Frühstück. Frau Simon hat einen Arzttermin und muss früh aus dem Haus. Deswegen macht sie uns so früh das Frühstück. Super Frühstück. Wir frühstücken ca 30 Minuten und erfahren in dieser Zeit von der großen und der kleinen Tochter. Von dem Lebensgefährten, der schnarcht, wenn er nicht grad mit ihr auf den Philippinen weilt. Dort ist die Luft so feucht, da schnarcht er nicht. Frau Simon wurde früh Witwe, arbeitete dann zuhause in der Garage für ihre Firma. Weil es keinen Kindergarten gab und das Haus abbezahlt werden musste. Jetzt pflegt sie ihre kranke Mutter und kann deswegen gerade nicht in Urlaub fahren. Drei Häuser hat sie, 36 Menschen können da schlafen. Die Philipinen findet sie toll. Nicht nur weil man da nicht schnarcht.  Das alles und wirklich noch viel mehr haben wir in dieser halben Stunde erfahren. Dann müsste sie los und wir haben uns dann auch mal fertig gemacht. Habe immer noch ein Klingeln im Ohr. Gestartet sind wir erstmal in die falsche Richtun...

17.09.2017 Zweiter Tag

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Wir starten in Gunzenhausen. Es ist Regen angekündigt. Wir werden jedoch verschont. Zwischendurch sieht man Wolken, weiter weg scheint es ich zu regnen, bei uns scheint die Sonne. So kann es gern bleiben! Wir kommen gut voran, Spielberg, das erste Etappenziel ist schnell erreicht. Wir besichtigen die Burg. Eigentlich wäre hier schon die erste Übernachtung. Wir fühlen uns aber so frisch und kräftig, dass wir weiter laufen möchten. Es geht nach Wolfsbronn. Dort gibt es eine Wirtschaft. So weit so gut. Dort bekommen wir auch Essen und Bier, nur Betten gibt es leider nicht. Die nächste Ortschaft, Auernheim ist acht Kilometer entfernt. Das schaffen wir vor Sonnenuntergang nicht mehr. Frau Simon die Pensionswirtin in Auernheim ist aber sehr nett und vielleicht auch an Chaoten gewöhnt. Sie lässt uns abholen. Total super. Und das Zimmer ist auch toll. Die Gaststätte Weberndorfer wird uns zum Essen empfohlen. Zu Recht, das Essen ist gut. Das Bier noch mehr. Als wir ankommen ist die Hütte voll. ...

Samstag 16.09.2017 Tag 1

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Mittags verabschiede ich mich von meinen Damen. Eine Woche werde ich jetzt weg sein. Bin schon ein bisschen traurig!  Wo es hingeht weiß ich noch nicht so genau. Nur mit wem. Carsten ist wieder mit dabei. Genau wie letztes Jahr. Wir sind auch genau so gut vorbereitet wie letztes Jahr. Also, wir haben noch nicht entschieden wo es hin geht. Ich habe da so einen Wanderweg im Auge, den wollte ich vor einigen Jahren schon mal laufen. Der Blick auf den Wetterbericht zeigt schon am nächsten Donnerstag wieder Sonnenschein. Erstmal muss ich nach Schwerte kommen. Das dauert normalerweise so 40 Minuten. Heute brauche ich 2 1/2 Stunden. Ist halt die A1 gesperrt. Ich trinke ein Bier. Wir einigen uns auf das Altmühltal. Carsten packt seinen Rucksack. Wir fahren los. Kaum sechs Stunden später, gegen 22:00 kommen wir in Gunzhausen an. Wir finden sogar noch ein Zimmer. Im Krone Hotel. Wir trinken ein oder zwei Bier und checken ein.  Gegessen haben wir unterwegs beim großen M. Jetzt brauchen wi...